EBS Law Congress Speaker
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Speaker


Der 6. EBS Law Congress beleuchtet unter der Überschrift „Demokratie in Gefahr“ aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Spitzenvertreter aus Regierung, Nachrichtendiensten, Justiz, Wirtschaft und Wissenschaft werden zu den Gästen sprechen. Die genaue Terminierung der Reden können Sie dem Ablaufplan entnehmen.

Grußwort

Boris Rhein
Präsident des Hessischen Landtags

Boris Rhein studierte Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main, wo er zunächst auch als Rechtsanwalt neben seinem seit 1999 ausgeübten Landtagsmandat tätig war, bevor er 2006 hauptamtlicher Rechts- und Ordnungsdezernent der Mainmetropole wurde. Nach der Landtagswahl 2009 ernannte ihn Innenminister Volker Bouffier zunächst zu seinem Staatssekretär und, als dieser in der Halbzeit der Legislaturperiode Roland Koch als Ministerpräsident nachfolge, selbst zum Leiter des Innenressorts. Nach Bildung der ersten Schwarz-Grünen Landesregierung 2013 wechselte Boris Rhein in die Leitungsrolle des Wissenschaftsministeriums und ist nunmehr seit der Wiederauflage der Koalition im Jahre 2018 Präsident des Hessischen Landtags.
Er wird die Teilnehmer im Namen des Landes begrüßen.

Dr. Oliver Franz
Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden

Oliver Franz studierte Rechtswissenschaften in Marburg/Lahn, wo er auch promovierte. Nach seinem Referendariat trat er als Richter in den hessischen Justizdienst ein, bevor er 1999 in den Dienst der Landespolitik wechselte. Er wurde zunächst persönlicher Referent und später Pressesprecher des damaligen hessischen Justizministers Dr. Christean Wagner. Später war er als Rechtsexperte unter Roland Koch in der Hessischen Staatskanzlei tätig. Anschließend war er stellvertretender Leiter des Persönlichen Büros des Ministerpräsidenten. Seit 2013 ist Oliver Franz Sicherheits-, Ordnungs- und Rechtsdezernent in Wiesbaden. Im Sommer 2017 wurde er zudem zum Bürgermeister der Landeshauptstadt gewählt.
Er wird die Teilnehmer im Namen der Landeshauptstadt begrüßen.

Rede

Dr. Bruno Kahl 
Präsident des Bundesnachrichtendienstes

Bruno Kahl absolvierte sein Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bonn und Lausanne. Von 1995 bis 1996 war er Referent im Bundeskanzleramt, anschließend bis 2005 abgeordnet in die CDU/CSU Bundestagsfraktion. Nach Rollen als Sprecher und Leiter des Ministerbüros des damaligen Bundesinnenministers Dr. Wolfgang Schäuble war er von 2006 bis 2010 Chef des Leitungsstabs im BMI. Nach seinem Wechsel in das Bundesfinanzministerium folgte 2011 die Übernahme der Abteilungsleitung VIII (Privatisierung, Beteiligung, Bundesimmobilien) unter Finanzminister Dr. Schäuble. Im Frühjahr 2016 wurde Bruno Kahl zum Präsidenten des Bundesnachrichten-dienstes ernannt.
Er spricht zur äußeren Sicherheit und Demokratiesicherung.

Thomas Haldenwang
Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz

Thomas Haldenwang studierte Rechtswissenschaften in Marburg/Lahn. Von 1991 bis 2000 war er als Referent in der Dienstrechtsabteilung sowie als Personalreferent im Bundesinnenministerium tätig. Im Jahr 2000 wechselte er als Referatsgruppenleiter in das Bundesverwaltungsamt, kehrte sechs Jahre später ins BMI zurück und übernahm die Geschäftsführung des Bundespersonalausschusses. Seit 2009 ist Thomas Haldenwang im Bundesamt für Verfassungsschutz tätig. Er leitete bis Ende 2012 die Zentralabteilung, am 1. August 2013 wurde er zum Vizepräsident des BfV ernannt. Seit Ende 2018 ist Thomas Haldenwang Präsident des Inlandsnachrichtendienstes.
Er spricht über den Schutz unserer demokratischen Verfassungswerte.

Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch
Vorsitzender des Aufsichtsrats des UBS Europe SE

Roland Koch studierte Rechtswissenschafte in Frankfurt am Main und praktizierte anschließend im Wirtschaftsrecht. 1987 wurde er Mitglied des Hessischen Landtags, sechs Jahre später CDU-Fraktionschef. 1998 übernahm er zudem die Ämter des Landesvorsitzenden sowie stellv. Bundesvorsitzenden seiner Partei. Als die rot-grüne Koalition 1999 ihre Mehrheit im Land verlor, wurde er mit den Stimmen von CDU und FDP zum Hessischen Ministerpräsidenten gewählt. Nach zweimaliger Bestätigung in dieser Funktion schied er 2010 aus allen politischen Ämtern aus, um sich wieder verstärkt wirtschaftlich engagieren zu können. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist Roland Koch Europa-Aufsichtsratschef der Schweizer Großbank UBS.
Er spricht zur sozialen unternehmerischen Verantwortung.

Prof. Dr. Roman Poseck
Präsident des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen 
und des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main

Roman Poseck studierte Rechtswissenschaften in Gießen und Utrecht. Nach Promotion und kurzer Tätigkeit für die BASF wechselte er 2000 als Richter ans Landgericht Limburg. Im Rahmen einer Abordnung an das Hessische Justizministerium folgten Stationen als Referatsleiter in der Strafrechtsabteilung, als Chef des Ministerbüros und zuletzt als Zentralabteilungs-Leiter. In dieser Zeit wurde er auch zum Richter am Oberlandesgericht Frankfurt ernannt, dessen Präsident und Vorsitzender des 26. Zivilsenates er seit 2012 ist. 2017 wählte der Hessische Landtag Roman Poseck einstimmig zum Präsidenten des Staatsgerichtshofes und bestätigte ihn ebenso deutlich im Frühjahr 2019. Nicht zuletzt ist er Mitherausgeber des Beck’schen Online-Kommentars zum BGB.
Er spricht zur Rolle der Justiz im demokratischen Rechtsstaat.

Gisela Friedrichsen
Gerichtsreporterin der WELT N24 GmbH

Gisela Friedrichsen studierte Geschichte und Germanistik in München. Nach einem Volontariat 1973 bei der Augsburger Allgemeinen war sie sechzehn Jahre lang Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 1989 trat sie die Nachfolge von Gerhard Mauz als Gerichtsreporterin des Nachrichtenmagazins Der Spiegel an, für das sie in der Folgezeit aufsehen erregende Prozessdokumentationen verfasste. Als bekannteste deutsche Gerichtsreporterin geltend, wechselte Gisela Friedrichsen 2016 zum Axel-Springer-Verlag und berichtet seitdem für WELT N24 aus deutschen Gerichtssälen. Kürzlich erschien ihr Buch „Der Prozess: Der Staat gegen Beate Zschäpe u.a.“ zum NSU-Prozess. Sie ist Trägerin des Ehrenpreises pro reo des Deutschen Anwaltvereins für ihr Lebenswerk als Gerichtsreporterin.
Sie spricht über Fortschritt und (Fehl-)Entwicklungen im Strafprozesses

Dr. Markus Richter
Vizepräsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge

Markus Richter absolvierte sein rechtswissenschaftliches Studium mit Aufenthalten in Nairobi und Vancouver an der Universität Münster. 2005 dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als Referent bei. Von 2014 bis 2015 koordinierte er als Referatsgruppenleiter die IT-Dienstleistungen für Kundenbehörden bei der Bundestelle für Informationstechnik und wurde, zurück in Nürnberg, mit Aufbau und Leitung der Abteilung „Infrastruktur/IT“ beauftragt. In diesem Rahmen gründete Markus Richter 2018 das „Netzwerk – Experten digitale Transformation der Verwaltung (NExT)“, in welchem mittlerweile über 30 Behörden an besserer Digitalisierung arbeiten. Im Sommer 2018 wurde Markus Richter zum Vizepräsidenten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge ernannt.
Er spricht über den Umgang des Staates mit Flucht und Einwanderung.

Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Andreas Dombret
Vorstand der Deutschen Bundesbank a.D.

Andreas Dombret absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank und studierte Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, bevor er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promovierte. Nach ersten Funktionen in der Deutsche Bank-Zentrale arbeitete Andreas Dombret zehn Jahre bei JP Morgan in London sowie in Frankfurt in der Geschäftsleitung, fungierte als Co-Sprecher der Geschäftsleitung von Rothschild in Deutschland und war schließlich 2005 bis 2009 bei der Bank of America Vorsitzender der Geschäftsleitung für Deutschland, Österreich und die Schweiz. 2010 wurde er zum Vorstand der Deutschen Bundesbank, u.a. zuständig für die Banken- und Finanzaufsicht, berufen. Auch nach seinem wunschgemäßen Ausscheiden 2018 hat er zahlreiche gesellschaftliche Ämter inne, u.a. als Schatzmeister der Atlantikbrücke.
Er nimmt die wirtschaftswissenschaftliche Position in der Podiumsdiskussion zum Kongressthema ein.

Prof. Dr. Jürgen W. Falter
Senior Research Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Jürgen Falter studierte zunächst Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Germanistik in Heidelberg und Berlin (FU). Nach Promotion und Habilitation an der Universität des Saarlandes sowie Aufenthalten u.a. in Berkeley und Harvard übernahm er 1983 eine Professur für Politikwissenschaft an der FU, die er bis zu seinem Wechsel nach Mainz neun Jahre innehielt. Seine Forschungsgebiete liegen u.a. in der Wahl- und der quantitativen Sozialforschung, der Faschismusforschung sowie der Forschung zu politischen Systemen. Einer breiteren Öffentlichkeit ist Jürgen Falter als Experte für Wahl- und Parteienforschung aus Radio und Fernsehen bekannt. Seit Ende seiner Zeit als ordentlicher Professor im Jahre 2012 ist er der Gutenberg-Universität als Forschungsprofessor weiterhin eng verbunden.
Er nimmt die politikwissenschaftliche Position in der Podiumsdiskussion zum Kongressthema ein.

Prof. Dr. Emanuel V. Towfigh
Dekan der EBS Law School

Emanuel Towfigh studierte als Stipendiat der Studienstiftung an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und der chinesischen Nanjing University Rechtswissenschaften und VWL. Nach Promotion und mehrjähriger Tätigkeit als Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn und Aufenthalten an US Top-10 Law Schools habilitierte er sich in Münster zum „Parteien-Paradox“. Nach Lehrtätigkeiten in Göttingen, Münster und Berlin (HU) wurde er schließlich Lehrstuhlinhaber für Öffentliches Recht an der EBS Universität. 2014/15 war er Präsidiumssprecher der Jungen Akademie der Leopoldina. Emanuel Towfigh, u.a. Aufsichtsrat der Freudenberg SE, ist seit dem Frühjahr 2018 Dekan der EBS Law School.
Er nimmt die staatsrechtliche Position in der Podiumsdiskussion zum Kongressthema ein.

Vera Herting
Fakultätsdirektorin der EBS Law School | Moderation 

Vera Herting studierte Rechtswissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach ihrem Referendariat am Landgericht Frankfurt am Main und zweiten Staatsexamen am Oberlandesgericht der Mainmetropole ist sie seit 2014 an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht tätig. Zuerst verantwortlich für das Prüfungs- und Promotionsamt der juristischen Fakultät, leitet sie als Fakultätsdirektorin nunmehr die Geschicke der EBS Law School. 
Vera Herting wird die wirtschafts- und politikwissenschaftliche sowie staatsrechtliche Podiumsdiskussion moderieren.



Bildrechte:
– Boris Rhein: Kanzlei des Hessischen Landtags / Volker Watschounek
– Oliver Franz: Dezernat II Landeshauptstadt Wiesbaden
– Bruno Kahl: Pressestelle Bundesnachrichtendienst / Photothek.net
– Thomas Haldenwang: Pressestelle Bundesamt für Verfassungsschutz
– Roland Koch: Roland Koch
– Roman Poseck: Roman Poseck
– Gisela Friedrichsen: Die WELT / Axel Springer SE
– Markus Richter: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge / Francisco Lopez
– Andreas Dombret: Andreas Dombret
– Jürgen Falter: Jürgen Falter
– Emanuel Towfigh: Pressestelle EBS Universität für Wirtschaft und Recht

– Ver Herting: Pressestelle EBS Universität für Wirtschaft und Recht